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24.09.2014
| Martin Bauer
dmexco 2014 - Rückblick auf eine boomende Internetmesse

September in Köln. Das Pflichtprogramm für die Internetbranche ruft: dmexco 2014. Hat sich die Fahrt gelohnt? Was war zu sehen? Welche Trends zeichnen sich ab? Ein Rückblick.

Schon am Eingang ist es nicht zu übersehen. Die Branche boomt. Über 800 Aussteller, 30.000 Besucher drängen sich, um Einlaß zu erhalten. Die Trendsetter der Branche stehen sich auf den Füßen. Hohe Dichte an Vollbärten, Glatzen (gerne auch kombiniert), Gel und ebenso trendigen wie aufgestylten Businessfrauen warten auf interessante Kongreßvorträge, angeregte Standgespräche und das große Sehen und Gesehenwerden.

Die Liste der Aussteller ist tatsächlich beeindruckend. Google, facebook, twitter, Spotify, salesforce, Adobe - keiner darf fehlen. Bei den Vorträgen sitzen Chiefs aller Art, Creative Directoren, Digital Phrophets uns wie sie alle heißen zusammen und diskutieren die aktuellen Trends. Themen wie Echtzeit-Technologie, Wearables, Content-Marketing, Video, nach wie vor Mobile und immer wieder Data, Big Data, Bigger Data, Data ohne Ende.

Selbst bei Vorträgen zu Kreativität darf das Daten-Thema nicht fehlen. Das nervt auch manchmal. Wenn Kreativität nur noch daraus bestehen soll, Userströme auszuwerten und auf Basis von Analyticsdaten den optimalen Kommunikationsweg zu wählen, hat das für mich nicht mehr viel mit Kreativität zu tun. Die zündende Idee, der überraschende Aha-Effekt kommt mir hier zu kurz. Klar ist aber, dass die Chancen der Datennutzung nach wie vor am Anfang stehen. Automatisierte Prozesse in Abhängigkeit vom Nutzerverhalten erlauben heute ein so hohes Maß an Kommunikationsoptimierung und individueller Interaktivität mit jedem einzelnen potenziellen Kunden, dass jedes Unternehmen über die optimale Nutzung dieser Möglichkeiten nachdenken sollte. Die Auswirkungen gehen weit über die Kommunikation heraus, auch wenn sich klassische Werbeagenturen in diesem Kontext besonders warm anziehen müssen. Der Trend zur Verlagerung von Budgets ins Internet ist ungebrochen stark.

Einige Vorträge sind überraschend fad. So etwa von Ajaz Ahmed, dem CEO und Gründer von AKQA, einer Agentur mit absolut bahnbrechenden Internetaktivitäten, von denen im Vortrag aber nichts zu sehen war. Ihm ging es um die Präsentation seines neuen, noch nicht erschienen Buches. Leider langweilig. Aber ansonsten gute Inputs und ein insgesamt interessanter Ausblick, wo sich die Branche hinbewegt. Klar ist, dass wir es mit immer mehr Bewegtbildern auf immer mehr mobilen Endgeräten zu tun haben werden. Diese Felder zu beherrschen und in die gewohnten Onlinemarketingaktivitäten einzubinden, ist Pflichtprogramm.

Und natürlich trifft man auf solch einer Messe zahlreiche gute alte Bekannte. Allein schon dafür lohnt der Abstecher nach Köln. Insgesamt: Eine beeindruckende Show der boomenden Branche. Interessante Inputs zu den neuesten Technologien. Im nächsten Jahr bin ich wieder vor Ort.

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