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26.03.2013
| Martin Bauer
Usability und Big Data - eine Liebeserklärung an Spotify
Spotify

Das Internet hat die Wahrnehmung und das Hören von Musik in den letzten Jahren radikal geändert. Am Anfang war es nur die Digitalisierung, erst von Schallplatte auf CD, dann von CD auf mp3. Doch das war nur der Anfang.

Als in den frühen Siebzigern Geborener wuchs ich mit einer Vielzahl unterschiedlichster Musikrichtungen im Laufe meines Älterwerdens heran. Viele dieser Musikstile haben mich im Laufe meines Lebens begleitet und stimmungsabhängig immer wieder Freude gemacht. Angefangen mit neuer deutscher Welle, die heute noch mit Toten Hosen, Ärzten oder Herbert Grönemeyer präsent ist. Im Großraum Frankfurt konnte man in dieser Zeit nicht an der beginnenden technologischen Musik mit Depeche Mode, Sven Väth, Front 242 und ähnlichen vorbei, deren Musikstil heute in Form von Club Sounds und Chill Out-Musik weiterentwickelt ist. Phasenweise habe ich Rockabilly und Psychobilly gehört mit Bands wie Guana Batz oder Stray Cats, deren Stil völlig überraschend mit Boss Hoss eine neue Popularität erfahren hat. Oder auch Independents wie The Cure und Joy Division, deren musikalische Einflüsse für mich heute in Bands wie The Killers und auch Coldplay herauszuhören sind. Und in der dann zwangsläufig kommenden ruhigeren Phase sowohl Klassiker wie James Brown als auch aktuelle Musik wie Adele oder Norah Jones.

Warum zähle ich das alles auf?
Nun, mit dem Herauskommen von mp3 habe ich angefangen Musik zu sammeln. Teilweise mühsam Teile meiner Plattensammlung digitalisiert. Und in iTunes einige Tausend Titel bewertet, sortiert und in unterschiedlichen Playlists verwaltet. Alles in allem ein eher mühsames Unterfangen mit nur bedingtem Spaß beim Anhören. Und verbunden mit der permanenten Gefahr, dass sich die entscheidende Festplatte verabschiedet und damit tagelange Arbeit verschwindet.
Neue Apps haben meinen Musikkonsum langsam aber stetig verändert. Mit TuneIn Radio kam ich meinem aktuellen Musikgeschmack schon einigermaßen nah. Discovr Music zeigt mir, welche Gruppen zu den mir bekannten Lieblingsband passen. Das macht Spaß, hat aber wenig mit Musikhören zu tun. Putpat ist eine beeindruckende Wiederbelebung des Musikvideos, greift musikalisch aber viel zu kurz. Und jetzt Spotify. Für nur 9,90 Euro pro Monat kann ich hören, was ich will. Auf jedem Gerät: Desktop, Tablet und Smartphone - selbstverständlich automatisch synchronisiert. Und das unglaubliche Erlebnis: Alle (ja, tatsächlich alle) oben aufgeführten Bands sind vertreten. Und dazu die neuesten Charts. Mit einem Klick bin ich bei der Band und allen dazugehörigen Songs. Mit einem weiteren Klick erzeuge ich aus meinem Lieblingssong der Band ein Radioprogramm, das dazugehörige Songs von allen möglichen Künstlern abspielt. Wohlgemerkt, alle möglichen Künstler, die ich gar nicht kenne. Die mir aber in nahezu jedem bisher ausprobierten Fall sehr gut gefallen. Die Nutzung ist extrem einfach und selbsterklärend. Die Qualität ist unfassbar hoch und die Bandbreite der abgespielten Songs riesig. Die angelegten Playlists kann ich sogar offline mitnehmen und anhören.

Kurzum: Musik kaufen ist einfach vorbei und hat keinerlei Zukunft mehr. Ich bin überzeugt davon, dass sich dieses Modell noch viel schneller durchsetzen wird als der Umstieg von analoger auf digitale Musik. Viel Spaß beim Ausprobieren!

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